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Landwirtinnen und Landwirte zeigen großes Interesse an Bienenhaltung auf ihren Betrieben

Dr. Ulrich Hampl aus dem Beenovation-Projekt BienenHaltenHof berichtet vom Praxistag Süd.

„Paradieschen“, so lautet der wohlklingende Name der in der Nähe des Ammersees gelegenen Demeter Gärtnerei, die Standort des Systemvergleichs verschiedener Bienenwohnungen im Beenovation-Projekt BienenHaltenHof ist. Am 15. April 2023 öffnete diese für den ersten öffentlichen Projekt-Feldtag ihre Türen. Dr. Ulrich Hampl, Betreuer des BienenHaltenHof Projekts im Süden, hat hier den Vergleich der vier verschiedenen Bienenwohnungen in vierfacher Wiederholung aufgebaut.

Im Fokus des Projektes steht jedoch, als Impuls für mehr Artenvielfalt in der Landwirtschaft, die Etablierung von Bienenhaltung auf Bauernhöfen. Sechs Betriebe im bayerischen und württembergischen Allgäu haben 2022 je drei Bienenvölker erhalten, die seitdem von den zugehörigen Familien betreut werden. Diese sowie der Betreuer von Bienen und Bauernhöfen im Norden, Mirko Luna, reisten zum Erfahrungsaustausch mit den rund 30 interessierten Gästen aus dem Kundenkreis der Gärtnerei an.

Nach einer kurzen Begrüßung, moderiert durch Dr. Ulrich Hampl, kamen die Besucherinnen und Besucher mit den Landwirtinnenund Landwirten sofort ins Gespräch. Fragen nach den Veränderungen, die die Bienen auf den Höfen gebracht haben, wurden gerne und ausführlich durch die Projektteilnehmenden beantwortet:

Einerseits konnten die Bienen für das Blüten- und Nahrungsangebot in der Landschaft sensibilisieren, so dass z.B. manche Mäharbeiten zeitlich verschoben oder auch gezielt Blühflächen angesät wurden. Zum anderen haben die fleißigen Tiere viel Freude auf die Höfe gebracht, luden sie als Ort der Entspannung zur Beobachtung des geschäftigen Treibens am Bienenstock in den Arbeitspausen der Landwirtinnen und Landwirte ein.

Die notwendigen Arbeiten am Bienenstock wurden durch Schulungen von Mirko Luna und Ulrich Hampl vermittelt, sodass alle Völker auf den Höfen gut über den Winter kamen.

Insbesondere die Notlage der Bestäuberinsekten durch zu wenig Blüten und Struktur in unseren Landschaften wurde während des Erfahrungsaustausches ausführlich diskutiert.

Obgleich des kühlen Apriltags konnten am Bienenstand fleißige Arbeiterinnen beobachtet werden, wie sie Pollen eintrugen, welcher vor Ort auch probiert wurde. An den Bienenkästen setzte sich der Austausch von Informationen zur faszinierenden Lebenswelt der Bienen fort.

Auch beim anschließenden gemeinsamen Essen wurde sich angeregt ausgetauscht - Bienen, Bauernhöfe, Bürgerinnen und Bürger – an diesem Tag kamen alle zusammen.


Bildrechte: BienenHaltenHof

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