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Zukunftsfähiger Bienenwald verbindet Ökologie und Wirtschaftlichkeit

Ist es möglich, einen Wald zu gestalten, der nicht nur effektiv CO2 speichert, sondern gleichzeitig einen reichhaltigen Lebensraum für Bienen und andere bestäubende Insekten schafft?


Der Klimawandel hat in den hessischen Wäldern unübersehbare Spuren hinterlassen. Dürren, Hitzewellen, Stürme und die verheerenden Auswirkungen des Borkenkäferbefalls haben vor allem im Fichtenwald erhebliche Schäden angerichtet. Viele Flächen müssen nun neu angelegt werden. Diese Herausforderung bietet jedoch auch die Möglichkeit, Waldgebiete mit Baumarten zu besiedeln, die nicht nur den erwarteten klimatischen Veränderungen gewachsen sind, sondern auch den Bedürfnissen der Waldbesitzer entsprechen.


In enger Zusammenarbeit mit Experten aus den Bereichen Forstwirtschaft, Imkerei und Naturschutz wurde ein vielfältiges, an den Klimawandel angepasstes, Dauerwaldsystem entwickelt. Dieses System setzt auf eine gezielte Auswahl von klimaresistenten Baumarten, um eine nachhaltige Forstwirtschaft zu gewährleisten. Eine Wiederbepflanzung mit blühenden Laubholzarten wie Robinie, Edelkastanie, Linde und Vogelkirsche sowie eine passende Begleitflora mit Weiden und Himbeeren bietet besonders bestäubenden Insekten während der gesamten Vegetationsperiode ein reichhaltiges Nektar- und Pollenangebot.


Zusätzlich zur Holzproduktion wird dank der Bestäubungsleistung angestrebt, die Flächen auch für die Honigerzeugung und die Ernte von weiteren Waldprodukten wie Nüssen und Beeren zu nutzen. Dieser Ansatz verknüpft erfolgreich ökologische und ökonomische Ziele, indem er die vielfältigen Potenziale des Waldes für die lokale Wirtschaft und die Natur in Einklang bringt. Der Bienenwald zeigt, wie die Anpassung an den Klimawandel und der Schutz der Umwelt Hand in Hand gehen können.


Im Rahmen des 7. Workshops für Operationelle Gruppen (OG) der EIP-Agri Projekte wird am 17.10.2023 eine Exkursion in den Bienenwald angeboten.


Weitere Informationen: www.bienenwald-hessen.de/


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